In manchen Familien häufen sich die Geschenke, besonders wenn viele Angehörige zu jedem Anlass etwas mitbringen möchten. Eine einfache Lösung ist eine offene Absprache: weniger Geschenke, dafür mit mehr Gedanken dahinter. So bekommt jedes einzelne Geschenk wieder mehr Bedeutung, statt in einem Berg an Packerln unterzugehen.
Eine solche Absprache fällt leichter, wenn man offen darüber spricht, statt sie stillschweigend vorauszusetzen. Ein ruhiges Gespräch vor dem nächsten großen Anlass reicht meist aus, um gemeinsame Regeln festzulegen, mit denen alle gut leben können. Manche Familien einigen sich darauf, dass jeder nur einer Person etwas schenkt, andere entscheiden sich für ein völlig anderes System.
Qualität statt Menge
Wenn weniger Geschenke gemacht werden, bleibt für jedes einzelne mehr Zeit zum Überlegen. Statt in letzter Minute irgendetwas zu besorgen, kann man sich in Ruhe Gedanken machen, was der beschenkten Person wirklich Freude bereiten würde. Das Ergebnis sind Geschenke, die besser zur Person passen und länger in Erinnerung bleiben.
Kinder in der Familie profitieren besonders von dieser Regelung, denn ein einzelnes, gut überlegtes Geschenk macht oft mehr Freude als ein Haufen kleiner Dinge, die schnell wieder in Vergessenheit geraten. Auch für Erwachsene gilt: weniger, aber dafür stimmiger ausgewählte Geschenke hinterlassen einen bleibenderen Eindruck.
Diese Überlegung lässt sich nicht nur auf Weihnachten anwenden, sondern auf jeden Anlass, bei dem viele Menschen gleichzeitig etwas schenken möchten, etwa zu Ostern oder zu einem runden Namenstag. Sobald die Regel einmal für einen Anlass eingeführt ist, lässt sie sich leicht auf die anderen übertragen, ohne dass jedes Mal neu darüber gesprochen werden muss.
Heuer lohnt es sich besonders, diese Absprache vor dem nächsten Fest zu treffen, solange noch genug Zeit für die Planung bleibt. Wenn die ganze Familie mitzieht, wird das Schenken insgesamt entspannter, und die Freude über das einzelne Geschenk wächst spürbar.